Trudering-Riem

Weitere Fragen zur Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden im Bezirk 15 Trudering-Riem

Unsere Stellungnahme zum Antwortschreiben des Referats für Arbeit und Wirtschaft vom 28.6.2022
Die Stellungnahme wurde vom BA15 noch nicht angenommen. Sie wird in der Septembersitzung Thema sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für die informative Antwort und sehen durchaus die Bemühungen der LHM und den vorrangig beteiligten Referaten Baureferat und RBS, den Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Dächern zu beschleunigen.

Es freut und sehr, dass damit die einschlägigen Stadtratsbeschlüsse Wirkung entfalten! Die aufgeführten Planungs- und Bauprojekte in unserem Stadtteil lassen hoffen, dass die PV-Stromproduktion auf städtischen Dächern sowie Dächern der städtischen Wohnungsbaugesellschaften GWG und GEWOFAG in den nächsten Jahren erheblich anwächst. Wir GRÜNEN wünschen uns das seit vielen Jahren.

Die Brisanz des Themas ist hoch. Somit sehen wir bei drei erwähnten Gebäuden noch Nachbesserungsbedarf:

GEWOFAG-Gebäude Messestadt Ost, Elisabeth-Castonier-Platz:

Nach unserem Verständnis ist es aufgrund der heutigen Situation fahrlässig, bei einem Wohnungsneubau dessen bauliche Maßnahmen immer noch nicht abgeschlossen sind, die Installation einer PV-Anlage in unbestimmte Zukunft zu verschieben, anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen (in diesem Fall Baustelleneinrichtungen wie Gerüst, Kräne, etc.) und die Installationen während der Bauphase möglichst kostengünstig zu installieren. Jede nachträgliche Maßnahme führt zu deutlichen Kostensteigerungen und zu unnötigen Belastungen der BewohnerInnen. Dieses Vorgehen finden wird hochgradig enttäuschend und wünschen uns mehr Flexibilität bei einer 100 % Tochtergesellschaft der LHM.

Kommunalreferat: Tribünen-Kopfbau an der Werner-Ecker-Straße 1:

Die aktuelle mehrjährige Erprobungsphase ist kein wirklich nachvollziehbarer Grund um hier eine konzeptionelle Planung um mindestens 4 Jahre hinauszuzögern. Die Installation der PV-Anlage und deren künftige Stromerzeugung funktionieren vollkommen unabhängig von pädagogischen, kulturellen und bürgerschaftlichen Konzepten. Deshalb sollte auch hier die konzeptionelle Planung beschleunigt aufgenommen werden.

Schulreferat: Grundschule Helsinki Straße 55 – 57:      

Hier schreiben Sie: „Die Umsetzung einer PV-Anlage auf dem Dach der Grundschule in der Helsinkistr. 55 – 57 wird nicht weiterverfolgt, da die Dachgestaltung ein Gestaltungselement aus der Landesgartenschau darstellt. Dies war bereits im Zuge des Neubaus eine Vorgabe aus dem Bebauungsplan.“

Wir bitte dazu um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Der Bau des Gebäudes fand lange nach der Bundesgartenschau 2005 statt. Wir bitten um Zusendung der Passagen, die aus Ihrer Sicht den Bau einer PV-Anlage auf diesem Gebäude ausschließen. Eine PV-Flachdachanlage wäre von unten nicht sichtbar. Auch aus diesem Grund ist schwer nachvollziehbar, warum die Vorgaben zur Dachgestaltung dem Bau einer PV-Anlage entgegenstehen sollten.
  • Selbst wenn es hier rechtliche Vorgaben gibt, die eine PV-Anlage verhindern, bitten wir zu prüfen, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Seit 2005 hat sich die Einstellung zur (Überlebens-)notwendigkeit regenerativer Energien grundlegend verändert.

Das Dach der Helsinkischule ist aufgrund der geringen Höhe des Gebäudes einfach und kostengünstig mit PV auszustatten und zu warten. Ein Bau sollte dort auch aus diesem Grund unbedingt erfolgen.

Wir bitten zudem ab 2023 um jährliche Auskunft über den Zuwachs an PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und Gebäuden von GEWOFAG und GWG im Stadtbezirk 15.

Antragshistorie zu diesem Thema im RIS