Bäume im Riemer Park – deutliche Abnahme der Vitalität im Sommer 2026

Riemer Park Hitzesommer 2026 Walnuss

Antrag: 1.) Der BA15 bittet das Baureferat Gartenbau um eine baldige Bestandsaufnahme der diesjährigen Baumschäden im Riemer Park und im öffentlichen Raum der Messestadt (die sicherlich ohnehin durchgeführt wird), und um Mitteilung der Ergebnisse an den BA15.

2.) Der BA15 bittet um Mitteilung, welche strategischen Überlegungen hinsichtlich klimaresilienter Baumpflanzungen, Wassermanagement und Mähstrategie für die Magerwiesen derzeit im Fokus stehen und welche Änderungen für künftige Hitzesommer geplant sind.

Begründung:

Die heftigen Hitzewellen sowie die extreme Trockenheit in ganz Bayern und dem dicht besiedelten München hat auch im jüngsten und größten Münchner Stadtpark, dem Riemer Park, massive Schäden hinterlassen. Insbesondere Solitärbäume, kleinere Haine und Alleen sind massiv von Hitze- und Trockenschäden betroffen. Nicht nur kälteliebende und Feuchtigkeit liebende Baum- und Pflanzenarten, sondern auch Baumarten, die bislang als weitgehend klimaresistent eingestuft und deshalb gezielt gepflanzt wurden, wie Eiche, Walnussbaum, Hainbuche, Platanen, Robinie, Vogelkirsche, Linden oder Kiefern, sie alle machen zum Ende der August-Hitzewelle einen traurigen Eindruck und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen, mit verheerenden Auswirkungen für die gesamte Flora und Fauna, und nicht zuletzt auch für uns Menschen in unserer dicht besiedelten Stadt. „Sommer der Extreme“ titelte die SZ am 19. August, „Enorme Hitze, Dürre, Waldbrände, Wassermangel: Der Sommer 2026 bricht alle Rekorde.“ Und die Hoffnung, dass dieser Sommer ein singuläres Ereignis ist, wird von Klima- und Wetterexperten sogleich genommen – der DWD kommt in seinen Zukunftsprognosen und –projektionen zu besorgniserregenden Feststellungen für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.

Riemer Park Eichen Hitzesommer 2026

Betroffen sind hunderte Birken, Walnussbäume und Linden, sowie dutzende von Eichen, Robinien, Vogelkirschen, Hainbuchen und Kiefern. Die Gesamtzahl der abgestorbenen bzw. massiv geschädigten Bäume geht deutlich über 1.000 Bäume im Riemer Park und in der Messestadt hinaus. Damit ist neben den starken Auswirkungen auf die Natur und die Naherholung im Münchner Osten auch ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden verbunden, der sicherlich die Summe von mehreren Millionen Euro erreichen wird, wenn man 5.000 oder 10.000 € pro Baum zugrunde legt.

Wir dürfen nach diesem Sommer nicht zur Tagesordnung zurückkehren, sondern müssen diese riesige Herausforderung annehmen und ins Handeln kommen. Global denken – lokal handeln, dieser Leitspruch aus den 70er und 80er Jahren bekommt gerade höchste Aktualität. Dem Bezirksausschuss liegt der Riemer Park und die Messestadt sehr am Herzen und er will weiterhin einen starken Beitrag für deren Zukunft leisten, gemeinsam mit dem Baureferat Gartenbau.

Unser Antrag im RIS

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