Riemer Park – Portrait

Riemer Park

Schutz und Weiterentwicklung des Riemer Parks als Natur- und Erholungsort – ein GRÜNES Kernanliegen!
Lest hier, welche Initiativen wir rund um den Park starten. Und schreibt uns, wenn Ihr selbst Anregungen habt!

Der Riemer Park wurde im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA) 2005 auf dem ehemaligen Flughafengelände München Riem eröffnet und ist seither eine wichtige Natur- und Erholungsfläche, die wesentlich zur Lebensqualität im Stadtbezirk beiträgt.

Durch den „Corona-Sommer“ 2020 aber auch durch den wachsenden Zuzug im Münchner Osten wurde der Riemer Park 2020 von sehr vielen Menschen genutzt. So verständlich dies ist, verdichtete sich an heißen Tagen der Eindruck, dass die Situation etwas aus dem Ruder läuft.

Riemer See in Abendstimmung

Wir GRÜNE hatten bereits im Juni Anträge im Bezirksausschuss (BA) gestellt, die darauf abzielten, den Park auf die Situation vorzubereiten. Gemeinsam mit Vertreter*innen der anderen Parteien haben wir das zuständige Baureferat, Hauptabteilung (HA) Gartenbau kontaktiert und bei einer gemeinsamen Begehung Lösungsvorschläge zum Schutz aber auch zur Weiterentwicklung des Parks diskutiert. Diese stellen wir im Folgenden kurz vor und berichten über den derzeitigen Stand. Haben Sie Anregungen oder Ideen dazu, schreiben Sie uns gerne!

Pfad im Riemer Park

A. Müll im Park

Derzeitige Situation: Das Müllaufkommen am Riemer See – wie in allen städtischen Grünanlagen – steigt seit Jahren leicht an, drastisch in den Sommermonaten 2020 vor dem Hintergrund der coronabedingten Reisebeschränkungen, die zu einem vermehrten Besucher*innenandrang im Park und am See geführt haben.

In den Sommermonaten wird die Gegend um den See und der Park im Allgemeinen nach Angaben des Baureferats (HA Gartenbau) durch eine Reinigungsfirma frühmorgens, im Besonderen am Wochenende und nach besuchsintensiven Tagen gereinigt. Erschwert werden die Reinigungsarbeiten durch die begrenzte Aufnahmekapazität der Mülleimer. Viel Müll wird dann von den Parkbesucherinnen neben den Behältern gelagert und danach oft von Krähen oder dem Wind über das Gelände verteilt. Dazu kommt ein hohes Müllaufkommen, das durch die verantwortungslose Nachlässigkeit der Verursacherinnen nicht einmal den Weg in Richtung Mülltonnen findet, sondern auf den Freiflächen liegenbleibt.


Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?

  • Von Seiten des Baureferats (HA Gartenbau) werden die Kapazitäten der Müllbehälter stadtweit sukzessive durch größere krähensichere 50 oder 100l-Behälter ersetzt werden.
  • Zusätzliche Container wurden in der zweiten Augusthälfte 2020 aufgestellt. Standorte für weitere Mülleimer werden geprüft.
  • In Absprache mit dem Abfallwirtschaftsamt wird erwogen, ob Glassammelcontainer (Duales System) angeboten werden können.
  • Wir GRÜNE möchten prüfen lassen, ob an verschiedenen Stellen Greifzangen aufgestellt werden können, damit Parkbesucher*innen mithelfen können, Müll zu beseitigen.
  • Zudem möchten wir gemeinsam mit den Kolleginnen der anderen Parteien im Bezirksausschuss öffentlichkeitswirksame Aktionen für den nächsten Sommer auf den Weg bringen. Die Aktionen sollen Parkbesucherinnen dazu animieren, Müll richtig zu entsorgen. bzw. am besten keinen entstehen zu lassen.
    Was können Bürger*innen selbst tun?
  • Von bürgerschaftlicher Seite werden durch den Arbeitskreis Ökologie sowie durch die Wasserwacht regelmäßige Reinigungsaktionen (Ramadamas) mit der Bevölkerung durchgeführt.

    Der AK Ökologie ist eine Fraktion des Bund Naturschutz. Er führt die Ramadamas zweimal im Jahr durch, einmal in der ersten Märzhälfte vor der Brutsaison und einmal in der zweiten Oktoberhälfte nach der Nistzeit. Unterstützt wird das Ramadama durch die Grünwerkstatt und besonders vom Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt München, der den Müllcontainer, Müllsäcke, Handschuhe und kleine Dankeschön-Präsente beisteuert und die abschließende Brotzeit finanziell fördert.

    Die Wasserwacht konzentriert sich auf die Seereinigung, die regelmäßig am 1. Mai und am 1. August stattfindet.

    Wenn Sie sich für diese Aktionen interessieren, stellen wir gerne den Kontakt her.
  • Als naturpädagogische Maßnahmen haben auch Grundschulen mit Unterstützung des Abfallwirtschaftsamts und des AK Ökologie vor einigen Jahren Ramadamas veranstaltet. Dafür werden Ehrenamtliche gesucht, die in den Schulen die Aktion wieder aufleben lassen! Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie uns!
Südufer des Riemer Sees – leider oft als Liegewiese benutzt

B. Schutz von Biotopen im Süd- und Westbereich des Sees

Derzeitige Situation: Leider wird von vielen Parkbesucher*innen die Schutzzone im Süd- und Westbereich des Sees nicht hinreichend respektiert. Immer wieder planschen dort Kinder, vor allem aber Hunde im Wasser. Eigentlich wird durch Schilder auf die Schutzzone verwiesen, eigentlich wird auch durch Hundepoller darauf hingewiesen, dass im Bereich um die Auffangbecken (wie um und im gesamten See) der Aufenthalt von Hunden nicht erlaubt ist. Die Parkaufsicht mahnt kontinuierlich die Einhaltung des Verbots an, kann sich aber nicht immer nachhaltig durchsetzen.
Dazu kommt, dass sich entlang des südlichen Ufers inzwischen einige Trampelpfade vom Weg hinunter ins Wasser sowie einige Liegestellen im Bewuchs etabliert haben, die der Gewohnheit einen erlaubten Anschein verleihen. Auch hier ist das Bade-, Liege- und Hundeverbot eigentlich durch Beschilderung ausgewiesen. Welche Maßnahmen sind geplant?

  • An das Baureferat (HA Gartenbau) wurde die Bitte gerichtet, die Parkaufsicht zu beauftragen, noch öfter am Südufer und an den Auffangbecken zu kontrollieren.
  • Die grünen Poller sollten durch Wegschneiden des Grases klarer sichtbar gemacht werden.
  • Wir möchten mit einer geeigneten attraktiven Beschilderung (inkl. Bildern) darauf aufmerksam machen, warum die jeweiligen Zonen nicht betreten werden sollen mit Hinweisen zum Schutz von Uferzonen, Pflanzungen in Biotopen und Nistgebieten. Von Seiten des LBV besteht das Angebot, auf den Riemer See zugeschnittene Tafeln zu erstellen und im Rahmen eines Förderprojekts der Stadt aufstellen zu lassen. Im Laufe 2021 soll das Schild stehen.
Parkplatzsuche auf der Promenade…

C. Schließung von Zufahrtswegen und Durchsetzung von Parkverboten

Besonders an Tagen mit hohen Besucher*innenzahlen wurde im Sommer auf mehreren Zugangswegen zum See rechtswidrig geparkt, so auf der Süd-Ost-Seite von Gronsdorf her, auf der Promenade selbst und am südlichen Ende der Astrid-Lindgren-Straße beim Kindergarten der Inneren Mission. Poller sind an allen Zugängen zum Park vorgesehen, aber nur an sehr wenigen tatsächlich aufgestellt worden.
Auf Antrag der Grünen Fraktion im Bezirksausschuss und mit Unterstützung des Bezirksausschussvorsitzenden sind seit der zweiten Augusthälfte die genannten Zufahrten wieder durch Poller versperrt.
So sind nun die Zugänge zum Park von der Astrid-Lindgren-Straße aus zwischen der Förderschule und der Berufsschule sowie südlich davon abgepollert worden. Die Schranke am Zugang vom Da-Gasperi-Boden aus ist geschlossen und ein zusätzlicher Poller eingebaut worden. Die Schranke an der Zufahrt von Salmdorf aus ist ebenfalls geschlossen worden. Am Parkzugang im Süden von der Schneiderhofstraße aus (Kolonie Gronsdorf) sind Poller und Stangengeländer eingebaut worden.
Zur Sicherung der gesperrten Parkzugänge wurde bis mindestens Ende der Sommerferien an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag zusätzliches Personal der Parkaufsicht bereit gestellt. Deren Aufgabe war es, darauf zu achten, dass die Poller in den o.g. Bereichen eingesetzt bleiben und die Schranken geschlossen sind.
Bitte informieren Sie uns oder den BA, sollten die erwähnten Poller wieder fehlen.

D. Sicherheit

In den Sommermonaten wurde die Gegend um den See verstärkt von der Polizei besucht. Regelmäßig waren laut Aussage der Polizei zwei Streifenwägen im Einsatz.
Zur Verstärkung der zum Baureferat (HA Gartenbau) gehörigen Grünanlagenaufsicht (orange Autos) ist seit Jahren eine private Firma engagiert, die sogenannte Parkaufsicht, ausgewiesen durch die roten T-Shirts.
Die Parkaufsicht und Grünanlagenaufsicht haben keine Befugnis, ordnungsrechtliche Mittel zu gebrauchen. Ihre Aufgabe ist die Überwachung der Parkregeln (Grünanlagensatzung), die Aufforderung zur Beachtung der Parkregeln und die Meldung von regelwidrigem Verhalten an das KVR (Kreisverwaltungsreferat) und die Polizei. Die Mitarbeiterinnen der Parkaufsicht erhalten ein einführendes Briefing durch das Baureferat (HA Gartenbau). Die Grünanlagenaufsicht ist entsprechend ausgebildet und auch als Naturschutzwacht geschult. Sie arbeiten im Schichtdienst. Ihre Dienstzeit endet am Abend gegen 19/20 Uhr. Aus Sicht des Baureferats (HA Gartenbau) kommen sie ihrer Aufgabe insgesamt recht zuverlässig nach. Dem rücksichtslosen Auftreten vieler Seebesucherinnen während des großen Andrangs in den Sommermonaten sind sie allerdings leider häufig nicht gewachsen.

Auch dieses Thema werden wir weiter im Auge behalten und durch möglichst gute Vorarbeit, den Dienst der Parkaufsicht so einfach und konfliktarm wie möglich zu machen.

Unsere bisherigen Anträge betreffend des Riemer Parks finden Sie hier.