Endgültige Gestaltung des Elisabeth-Castonier-Platzes – Zentrum Messestadt Ost

Vom Bezirksausschuss 15 in der Sitzung am 17.12.2020 angenommen.

Antrag:

Dem BA15 werden schnellstmöglich durch die Stadtverwaltung (Baureferat/Mobilitätsreferat), MRG und das beauftragte Planungsbüro die aktuellen Gestaltungspläne für den Elisabeth-Castonier-Platz in geeigneter Form dargestellt, bevorzugt im Rahmen eines vor-Ort-Termins.

Dabei ist insbesondere darauf einzugehen,

  • wie die Fahrbahn der Michael-Ende-Straße an den Elisabeth-Castonier-Platz baulich angeschlossen werden soll (barrierefrei? Mit Abstich? Breite?)
  • wie viele Kfz-Parkplätze nördlich und südlich der Michael-Ende-Straße vorgesehen sind?
  • inwiefern die Wünsche und Anregungen zur Michael-Ende-Straße aus der letzten Bürgerbeteiligung berücksichtigt werden (z. B. verkehrsberuhigter Bereich, VB)?
  • Grundfläche, Höhe und genaue Lage des im südlichen Grünfinger geplanten Wohn-Hochpunktes (Campanile) plus Nebengebäude?

Begründung:

Der Elisabeth-Castonier-Platz ist die letzte öffentliche Baumaßnahme in den Bauabschnitten
1 – 4 der Messestadt Riem und von außerordentlich wichtiger Bedeutung, wie die Bürgerbeteiligungen gezeigt haben. Eine wesentliche Aufgabenstellung für den Platz war die Vorgabe, einen „menschlichen Maßstab“ für diesen Platz zu finden – ein 2. „Platz der Leere“, wie der Willy-Brandt-Platz im Volksmund heißt, sollte unbedingt vermieden werden. Die bisherige Planung erfüllt diesen Anspruch, zumindest auf dem Papier.

Nachdem ein Großteil der umrahmenden Gebäude zwischenzeitlich fertiggestellt ist oder zumindest die Größe auch des nördlich angrenzenden GEWOFAG-Gebäudes ablesbar ist, lässt sich auch erahnen, ob der gewählte Maßstab des Platzes und die vorgesehenen Funktionen des öffentlichen Raumes der Gesamtsituation angemessen sind.

Nach Auffassung der Antragsteller muss die Michael-Ende-Straße als südlicher Abschluss des Elisabeth-Castonier-Platzes zwingend (gestalteter) Teil des – sonst recht schmal wirkenden – Platzes werden und vorrangig dem Langsamverkehr (Fuß und Rad) zur Verfügung stehen und von diesem Personenkreis gefahrlos genutzt werden können – der Anlieger-Kfz-Verkehr wird in diesem VB nur geduldet.

Dies war auch eine zentrale Forderung aus der Bürgerbeteiligung, ebenso der Wunsch nach hoher Aufenthaltsqualität im gesamten betroffenen öffentlichen Raum. Dabei wird von den Antragstellenden nicht in Frage gestellt, dass die Michael-Ende-Straße als Einbahnstraße eine Erschließungsfunktion für den Kfz-Verkehr zu den Wohngebäuden in der Michael-Ende-Straße hat, aber auch nicht mehr. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass in den nächsten 2 Jahren im unmittelbaren Umfeld weit über 100 neue Wohnungen bezogen werden, viele davon mit kinderreichen Familien, wovon sicherlich zahlreiche Kinder in der Astrid-Lindgren-Schule beschult werden und die Michael-Ende-Straße ein wichtiger Abschnitt des Schulwegs werden wird.

Die fortgeschrittenen Hochbau-Maßnahmen und die nun mögliche plastische Vorstellung der noch fehlenden – südlich angrenzenden – Wohngebäude (Campanile), erlauben erstmalig eine reale Vorstellung zu den Dimensionen des neuen Platzes. Die Verfasser dieses Antrags sind überzeugt, dass der Platz mit Sicherheit enorm an Qualität verliert, wenn die Michael-Ende-Straße baulich vom Elisabeth-Castonier-Platz getrennt wird und kein barrierefreier und kreativ gestalteter Übergang hergestellt wird. Gleichzeitig sollte noch einmal geprüft werden, welche Auswirkungen die südlich des Platzes geplanten Gebäude auf den Elisabeth-Castonier-Platz haben bzgl. der Verschattung des Platzes. Hier sehen die Antragstellenden nach einem privaten Ortstermin eine reale Gefahr großer Verschattung, die die Qualität des Platzes drastisch mindern würde.

Die Klärung der aufgeworfenen Fragen und die Diskussion der o. g. Thesen ist Sinn und Zweck der beantragten Besprechung und des Ortstermins. Noch ist Zeit, im Detail die aktuellen Planungen zu diskutieren und entsprechend anzupassen, und dadurch letztendlich einen großartigen Platz für die MessestädterInnen zu schaffen.

Unser Antrag im Ratshausinformationssystem

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