Neue Ökostandards im 5. Bauabschnitt der Messestadt

Vom Bezirksausschuss 15 am 28. Mai 2020 mehrheitlich beschlossen.

Antrag: Neue energetische, ökologische und verkehrliche Standards im neuen Bebauungsplan-Gebiet 5. Bauabschnitt Messestadt / Arrondierung Kirchtrudering berücksichtigen und umsetzen (für Eckdatenbeschluss)

Der BA15 fordert Stadtrat und Planungsreferat auf, bei der geplanten städtebaulichen Entwicklung in Kirchtrudering im Rahmen des Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss für den 5. BA Messestadt (auch Arrondierung Kirchtrudering genannt) folgende Eckdaten
zugrunde zu legen:

  1. Im neuen Baugebiet ist ein wesentlicher Anteil der Wohngebäude in nachhaltiger und ressourcenschonender Holzbauweise zu realisieren, orientiert an der Holzbausiedlung im Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen.
  2. Bei der Bebauung ist ein angenehmes Mikroklima durch Fassaden- und Dachbegrünung, ein große Anzahl von Bäumen und einen geringen Anteil versiegelter Fläche zu erreichen, das bedeutet auch eine umfassende Durchgrünung des öffentlichen Raums. Ein zukunftsweisender Energiestandard (z. B. Kfw 40+) plus der Einsatz von regenerativen Energien in Form von Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden sowie der Anschluss an das Geothermie-Nahwärmenetz sind fester Bestandteil des Energiekonzeptes.
  3. Das Mobilitätskonzept ist auf eine sparsame Nutzung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und einen hohen Verkehrsanteil durch den Umweltverbund auszulegen, entsprechend den Stadtratsbeschlüssen aus den Jahren 2018 (sauba sog i) bis 2020 (Radentscheid) und den aktuellen vertraglichen Vereinbarungen der neuen Stadtratsmehrheit. Die Führung einer ÖPNV-Buslinie durch das Gebiet ist baulich vorzusehen. Die Festsetzung mehrerer Quartiersgaragen für das gesamte neue Siedlungsgebiet ist zu ernsthaft prüfen.
  4. Entsprechend ist in den Auslobungsunterlagen für den städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerb auch eine hohe Freiraumqualität mit hochwertiger Vernetzung zum Riemer Park zu fordern.
  5. Der BA 15 fordert eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in Form eines Bürgerworkshops und einen sensiblen Umgang mit der benachbarten Bestandsbebauung in Kirchtrudering und im 4. BA Messestadt.

Begründung

Durch die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes entsprechend Punkt 3 ergeben sich enorme Spielräume für den öffentlichen Raum und die gesamte Freiraumplanung am Rande des Riemer Parks. Die o. g. Forderungen sind wesentliche qualitative Merkmale für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung. Die Vorgaben sollten von Beginn an wesentlicher und integrierter Teil des beabsichtigten B-Plan-Verfahrens werden, ganz im Sinne der neuen Vereinbarung der GRÜN-roten Stadtratsmehrheit vom Mai 2020.

Initiative: Regina Schreiner, Susanne Weiß und Herbert Danner

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