Müllentsorgung im Riemer Park, Antrag II: Mülleimer

Dieser Antrag wurde in der Sitzung des BA15 am 17.12.2020 angenommen.

Antrag: Aufstellung von Müllbehältern rund um den Riemer See

Der BA möge die Weiterleitung nachfolgenden Vorschlags an das Baureferat HA Gartenbau beschließen.

Vorschlag einer Aufstellung von Müllbehältern im Blick auf die kommende Badesaison 2021

Wie beim gemeinsamen Ortstermin des BA15 mit Vertreter*innen des Baureferats HA Gartenbau vereinbart[1], möchten wir nun zum Jahreswechsel unseren Vorschlag hinsichtlich einer Aufstellung von Müllbehältern für die nächste Badesaison 2021 übermitteln.

Notwendig erscheint uns die Aufstellung zusätzlicher und/oder größerer Müllbehälter in folgenden Bereichen rund um den Riemer See:

a) entlang des Nordufers, im Besonderen im mittleren Bereich entlang der Treppen sowie im westlichen Bereich auf der Liegewiese, zusätzlich zu den derzeit installierten zwei 50 l-Behältern, mindestens acht krähensichere 100 l-Behälter sowie während der Bademonate von Mai bis September drei bis vier 1100 l-Container auf der Nordseite des Weges,

b) am östlichen Strand, sowohl entlang der Kante von Kiesstrand und Liegewiese als auch entlang des weiter östlich verlaufenen Weges zusätzlich zu den derzeit bei den beiden Bänken auf dem östlichen Rasengrundstück installierten zwei 50 l-Behältern, mindestens acht krähensichere 100 l-Behälter, vier entlang des Weges und vier entlang der Kante zwischen Rasengrundstück und Kiesstrand, sowie während der Bademonate von Mai bis September zwei 1100 l-Container,

c) entlang des vom Nordufer, Mitte der Treppen, bis zum De-Gasperi-Bogen verlaufenden Weges, den viele Seebesucher*innen auf dem Rückweg zum Parkplatz und zur U2 Messestadt-Ost nehmen, zusätzlich zu den derzeit bei zweien der drei Bänke auf der Westseite des Weges installierten zwei 50 l-Behältern mindestens weitere sechs krähensichere 100 l-Behälter, in jedem Fall neben jeder der drei aufgestellten Sitzbänke (derzeit ist kein Mülleimer neben der mittleren Bank aufgestellt, und entsprechend vermüllt sieht es dort immer aus) sowie auch zwischen den Bänken bei jeder zweiten Laterne sowie während der Bademonate von Mai bis September eventuell ein 1100 l-Container am Eingang zum Parkplatz neben der Berufsschule

d) am südlichen Badestrand ein bis zwei krähensichere 100 l-Behälter

Wir haben die Vorschläge a) bis d) im beigefügten ansprechend gestalteten Klebebild veranschaulicht (die vorhandenen 50l-Behälterin in Gelb, die gewünschten 100 l-Behälter in Rot und die gewünschten 1100 l-Container in Blau).

Im Blick ist vermutlich das neue Modell PINTO. Dieses erweist sich leider nach Beobachtung als nur begrenzt krähensicher. Sobald die Befüllung mit Müll an die obere Kante heranreicht, werden auch hier intelligente Krähen dabei gesichtet, wie sie gemeinschaftlich den Müll aus den Tonnen ziehen. Wir bitten deshalb um einen Leerungsrhythmus, der verhindert, dass die Müllbehälter mehr als die Hälfte befüllt sind.

Wegen der großen Anzahl anfallender Glasflaschen wäre es sinnvoll, die Möglichkeit von rund um die Müllbehälter angebrachten Flaschenringen oder die Aufstellung eines oder mehrerer Glascontainer zu überprüfen.

Dass sowohl Aufstellung als auch vermehrte Leerung der Müllbehälter mit beträchtlichen Kosten verbunden sind, ist uns bewusst. Wir geben allerdings zu bedenken, dass die Kosten für die täglich mehrstündigen Räumarbeiten durch die private Reinigungsfirma sicherlich nicht geringer ausfallen, im Besonderen aber die frühmorgendliche und mehrstündige Arbeit der Mitarbeiter*innen während der Saison doch mühsam ist und ihnen nach Kräften erleichtert werden sollte.

Begründung unter Rückblick auf die Situation in der letzten Badesaison 2020 (gemäß Protokoll des Ortstermins im Juli 2020)

Das Müllaufkommen am Riemer See, wie in allen städtischen Grünanlagen, steigt seit Jahren leicht an, drastisch in den Sommermonaten diesen Jahres vor dem Hintergrund der im Zuge der Corona-Krise aufgetretenen Reisebeschränkungen, die zu einem vermehrten Besucher*innenandrang und entsprechendem Müllaufkommen im Park und am See geführt haben.

Derzeit wird durch eine Reinigungsfirma frühmorgens, im Besonderen am Wochenende und nach besuchsintensiven Tagen die Gegend um den See und der Park im Allgemeinen gereinigt. Erschwert werden die Reinigungsarbeiten durch die begrenzte Aufnahmekapazität der zur Verfügung stehenden Behälter, so dass viel Müll neben den Behältern gelagert wird, der im Laufe der Stunden von den Krähen über das Gelände verteilt wird. Dazu kommt ein hohes Müllaufkommen, das durch die verantwortungslose Nachlässigkeit der Verursacher*innen nicht einmal den Weg in Richtung Mülltonnen findet, sondern auf den Freiflächen liegenbleibt.

Von Seiten des Baureferats HA Gartenbau sollen die Kapazitäten der Müllbehälter stadtweit sukzessive durch größere krähensichere 50 oder 100l-Behälter ersetzt werden. In Absprache mit dem Abfallwirtschaftsamt wird erwogen, ob Glassammelkontainer (Duales System) angeboten werden können. Zusätzliche Container wurden in der zweiten Augusthälfte 2020 aufgestellt.

Von bürgerschaftlicher Seite wurden und werden durch den AK Ökologie in Zusammenarbeit mit der Grünwerkstatt sowie durch die Wasserwacht regelmäßige Reinigungsaktionen mit der Bevölkerung durchgeführt. Der AK Ökologie führt in Zusammenarbeit mit der Grünwerkstatt einmal pro Jahr jeweils im Frühjahr ein Ramadama durch, die Wasserwacht ihre Seereinigung regelmäßig am 1. Mai und am 1. August. In der Corona-Zeit konnten die Termine zuletzt nicht abgehalten werden, werden nun aber wieder aufgenommen.

Als naturpädagogische Maßnahmen haben auch Grundschulen mit Unterstützung des Abfallwirtschaftsamts und des AK Ökologie vor einigen Jahren Ramadamas veranstaltet. Wir werden uns in Kontakt mit den Schulen darum kümmern, dass diese in Zeiten der Schulöffnung wieder aufgenommen werden.


[1]Vgl. Protokoll des Ortstermins vom 3. August 2020, S. 1: „Ein Vorschlag zur Neupositionierung der Müllbehälter, der sich an den Hotspots des Müllaufkommens orientiert, wird von Pouvreau und Weiss federführend erarbeitet, mit dem UA UEK abgestimmt und dem Baureferat HA Gartenbauamt zugestellt, das dessen Umsetzung prüfen und in die Wege leiten wird.“

Unser Antrag im Ratsinformationssystem

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