„Taschenpark“ an der städtischen Grünfläche am Drosselweg

Vom Bezirksausschuss 15 am 16. Juli 2020 mehrheitlich beschlossen.

Antrag

Umbau der städtischen Grünfläche am Grundstück Drosselweg/Mauerseglerstraße von einer Autoabstellfläche in einen wohnortnahen „Taschenpark“ und/oder in eine biotopartige Naturfläche/Ausgleichsfläche

Die LH München (Kommunalreferat) überprüft den Pacht-/Mietvertrag des städtischen Grundstücks Drosselweg/Mauerseglerstraße mit einer ortsansässigen Autofirma mit dem Ziel der nächstmöglichen Kündigung des Vertrags und Neugestaltung in eine ökologisch wertvolle Natur-/Ausgleichsfläche und/oder einen benutzer-/familienfreundlichen „Taschenpark“ für Anwohnerinnen.

Die berechtigten Interessen örtlicher Gewerbetreibender für Betriebsansiedlung auf dieser Fläche werden bei künftigen Gewerbeprojekten im Stadtteil, z. B. Entwicklungsmaßnahme Rappenweg berücksichtigt, vorrangig in Form von Gewerbehöfen.“

Begründung

Vorrang des Allgemeinwohls und des Naturschutzes vor gewerblichen Interessen auf städtischen Grünflächen Auf dem genannten Grundstück findet sich ein in Ausmaß und Vielfalt beeindruckender Baumbestand von mehreren Dutzend großen und vitalen Bäumen. Dazwischen stehen wohl an die hundert Autos eines benachbarten Gewerbebetriebs, die bis zum Verkauf hier abgestellt sind. Die Autos sind oft sehr nahe an den Bäumen geparkt, sodass der Wurzelbereich zwangsläufig verdichtet und geschädigt wird und auch die Unversehrtheit der Baumstämme nicht gewährleistet ist. Gefährdet sind die Bäume zudem durch die Gefahr auslaufenden Öls oder Benzins. Angesichts des ökologischen Potentials des Grundstücks sowie seines Erholungspotentials als innerörtliche Grünfläche ist es nicht mehr hinnehmbar, dass diese öffentliche Grünfläche als privat-gewerbliche Abstellfläche zweckentfremdet wird.

Es ist schon sehr fraglich, weshalb die Fläche vonseiten der Stadt überhaupt einem gewerblichen Kfz-Betrieb zur Verfügung gestellt wird. Die Autofirma verfügt bereits in unmittelbarer Nachbarschaft als Eigentümerin/Nutzerin über eine beträchtliche GE-Fläche nördlich des Drosselwegs, auf welcher bereits ein vierstöckiges Parkhaus besteht. Es scheint doch, als ob die Interessen des Naturschutzes und der Anwohnerinnen schwerer wiegen sollten als das kommerzielle Interesse des Autohandels. Es ist deshalb erforderlich, dass die Stadt München selbst wieder über das Grundstück verfügt, um einen kleinen Taschenpark mit ökologischen Schutzbereichen und Erholungsraum für Kinder (Spielplatz) und Erwachsene (Sitzgelegenheiten) einzurichten.


Unser Antrag im Rathausinformationssystem.

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